Die Fülle des Sommers genießen

Der Sommer lädt uns alle dazu ein, aus den Sorgen und Nöten des Alltags einmal auszusteigen und das pralle Leben, die Wärme, das Licht, die Vielfalt des Lebendigen und die blühende Natur mit offenen Augen zu bestaunen und zu genießen. Fülle entsteht durch wertungsfreies Gewahrsein für alles, was im Augenblick da ist; die Fähigkeit zu fühlen und mit allen Sinnen ganz wach zu sein, steht dabei im Vordergrund. Sich ablenken zu lassen von unserem Denken und hinein zu tauchen in die Wahrnehmung der Fülle dessen, was ist. Wozu sind wir denn hier, wenn nicht dazu, das Leben in vollen Zügen zu genießen? Die kleinen Kinder und alle Geschöpfe der Natur machen das ganz von selbst. Vielleicht können wir ja sogar einmal alle Konzepte von dem, wie wir uns einen wunderbaren Sommer oder den Ablauf unseres Urlaubs vorstellen, hinter uns lassen; sich diesmal überraschen lassen vom Leben, etwas ungewöhnliches beginnen oder uns treiben lassen vom „zufälligen“ Ablauf der Tage… Unsere Sorgen werden uns früh genug wieder in Besitz nehmen wollen – ich wünsche uns allen eine gute Pause und dann einen bewussten, leichten Neuanfang.

Frohe Ostern!

In dieser Karwoche sehen wir alle mit großer Bestürzung die brennende Kathedrale von „Notre Dame“ – wir sehen aber auch die unglaubliche Anteilnahme der PariserInnen, die betend und singend mit ihrem Gotteshaus dem Feuer trotzen. Mit Ihnen fühlt die ganze Welt über Völker, Kulturen und Religionen hinweg.

Was berührt die Menschen so? Ist es ein brennendes Kirchendach oder eher ein Symbol für etwas, was uns allen sehr wichtig ist und was vom Feuer zerfressen zu werden droht?

Ist diese der göttlichen Mutter geweihte Kirche nicht das Symbol für unser mitfühlendes Herz, unsere Verbindung zur Mitte (dort ist der Mittelpunkt von Frankreich und Paris) und zur Zeitlosigkeit?

Es ist in jedem Fall etwas ganz Wichtiges, Inneres, was die Menschen berührt und verloren zu gehen scheint in diesen Zeiten! – Und es geschieht in den Tagen, in denen der Tod Christi symbolisch begangen wird.

Vor der Betroffenheit durch dieses Ereignis hört aller Streit und Machtkampf auf, die Menschen verbinden sich in der Ausrichtung auf etwas viel Grundlegenderes als unsere erbarmungslose Welt des ständigen „Ich zuerst!“, in der unsere Mitmenschen und Mitgeschöpfe entwürdigt, im Elend allein gelassen und ausgebeutet werden.

Offensichtlich kann unsere innerste Struktur, das „mitfühlende Herz“, zwar verdeckt und ignoriert aber nicht ganz zerstört werden.

Und dann: in dieser Ausrichtung auf das Wesentliche geschieht das Wunder:

Viele entdecken ihr mitfühlendes Herz und kommen ins „Geben“ – die Spenden übertreffen alle Erwartungen! Alles kann wieder neu aufgebaut werden, wenn wir unsere Gebundenheiten loslassen und eine neue Perspektive einnehmen!

Dann stehen wir wieder auf und gehen in Mitgefühl, Verbindung und Verantwortung

  • füreinander, für unsere Beziehungen und Familien,
  • für alle Menschen und Geschöpfe auf diesem Planeten und
  • für unsere Mutter Erde.

Dieser Bewusstseinssprung öffnet uns den Weg in eine lebenswerte Zukunft.

In diesem Sinne ganz frohe Ostern!

Neuanfang im Frühling: Du bist wichtig!

Um alles, was wachsen soll, was uns wichtig ist, muss man sich gut kümmern. Sich kümmern bedeutet, Zeit zu investieren: unsere Aufmerksamkeit, Energie und Fürsorge. Für uns Zeit haben bedeutet, alle Aspekte unseres Menschseins zu entwickeln: Körper, Beziehungen, Arbeit, Sinne, Emotionen, Hobbies, Freunde, etc. Natürlich gibt es Zeiten, in denen man sich hier zurücknehmen muss, aber das darf nicht über längere Zeit sein und nicht zur Gewohnheit werden. Wenn wir für uns selbst keine Zeit haben, sind wir uns, ehrlich gesagt, nicht wichtig. Wenn wir uns selbst nicht wichtig sind, können wir auch anderen keine ehrliche Bedeutung geben. Alles, was wir dann tun, ist immer mit dem Geschmack von „Helfen wollen“ und „etw. Gutes tun“ versehen: Geben, um zu bekommen – z.B. Wertschätzung und Anerkennung. Wenn wir für uns keine Zeit haben, entsteht ein Ungleichgewicht. Die nicht gelebten Seiten rebellieren früher oder später mit der Folge von Krisen in Beziehungen, Probleme mit den Kindern, Stressphänomene im Körper oder gar Depression. Woran merkt man, dass man gut für sich sorgt? Man ist in seiner vollen Energie. Diese wird genährt durch gutes Sorgen für alle Aspekte unseres Menschseins. Wo wir persönlich hier stehen, können wir an einigen Kernfragen selbst beantworten:
  • Arbeiten wir viel zu viel (z.B. mehr wie 50 Std/Woche)? Werden wir von emails und Anfragen zugeschüttet? Kommen wir tagsüber gar nicht zu unserer eigentlichen Aufgabe?
  • Haben wir qualitative Zeit für unsere Beziehungen, Kinder und Freunde?
  • Pflegen wir unsere Interessen, gibt es Zeit für Sport, Gesundheitsvorsorge und für echte Entspannung? Gönnen wir uns ausreichend Urlaub?
  • Wie erfüllt, zufrieden, balanciert und gesund fühlen wir uns?
Warum hier nicht neu anfangen?

Gesegnete und frohe Weihnachten und ein erfüllendes neues Jahr 2019

Ein ereignisreiches, bewegendes, vielleicht auch herausforderndes Jahr geht zu Ende. Und jetzt ist die Zeit der Besinnung und Öffnung für etwas Tieferes – hinter den Geschehnissen des Alltags – gekommen. Ereignisse kommen und gehen und ziehen uns immer wieder weg von uns selbst: von der Stille in uns. Darin spüren wir ein feines, nährendes Licht. Wie der Maler Paul Klee einmal sagte

Eine Art von Stille leuchtet

zum Grund. Von Ungefähr

scheint da ein etwas. Nicht von hier,

nicht von mir, sondern Gottes..

Dieses Licht in uns zu finden und die Verbindung dazu im Alltag zu halten, ist die Herausforderung unserer Zeit. Vielleicht ist dies zukünftig sogar im wahrsten Sinne überlebenswichtig, da wir sonst in Tempo, Stress, Dichte und Komplexität unseres Leben stecken bleiben könnten. Beim letzten Seminar erzählte ein Teilnehmer, dass er immer betet, bevor er seine Arbeitsstelle morgens erreicht. Vergisst er dies, sind die Probleme unlösbar, die er dort antrifft: ohne seine Ausrichtung zum Licht geht bei ihm auch im praktischen Alltag nichts mehr! Diese Anhebung unseres Bewusstseins – auf eine höhere Ebene als unsere Gedanken und Gefühle: das ist die Botschaft von Weihnachten. Hier ist unser Licht zu Hause und von da aus lösen sich Probleme oder ergeben sich neue Perspektiven oft wie von selbst… Die Verbindung mit diesem „Christuslicht“ in uns ist der Schlüssel für alles. Wie geht das in der Praxis? Vielleicht kann ein möglicher Weg sein:
  • morgens beim Aufstehen schon etwas zu finden, was mein Licht für den Tag sein könnte (z.B. ein spontaner Gedankenimpuls, eine kurze Meditation, ein Gebet, etwas Berührendes in der Natur, einem Lebewesen, oder ein inspirierendes Bild…)
  • den ganzen Tag über mich an mein Licht für den Tag erinnern! Es fest im inneren Blick halten,
  • abends mit diesem Licht einschlafen – sich damit zur Nachtruhe tragen lassen
Vielleicht erkennst Du in Verbindung mit diesem Licht, dass es Dir, zumindest im Augenblick, an nichts fehlt. Und von da aus öffnen sich neue Wege – ein wirkliches neues Jahr kann beginnen. Wir können mit Laotse entdecken:

Wenn du erkennst,

dass es dir an nichts fehlt,

gehört dir die ganze Welt!

In diesem Sinne ein wirklích glückliches und erfüllendes neues Jahr wünschen von Herzen

Zeit für Sammlung und Stille

Die Natur lässt jetzt die Dinge los, macht eine Pause mit Tun – sie besinnt sich auf sich selbst, sammelt ihre Kraft im Inneren, um sich wieder neu im Außen zeigen zu können. Vielleicht sollten auch wir die Gelegenheit wahrnehmen, einmal Ruhe zu geben vom Tun und Zeit für Besinnung und Reflektion zu erlauben. Das allein ist oft schon ein großer Kraftakt, da unser Leben so voll von Anforderungen, Terminen und Verpflichtungen ist… Das Leben treibt uns oft vor sich her, das Tempo von Veränderung wird immer schneller und dann werden wir normalerweise schneller und aktiver statt uns zurück zu nehmen. Körper und Geist benötigen aber den Raum von Stille, um Kraft aus tieferen Quellen zu tanken und sich neu auszurichten. Wir können aufhören weiter zu laufen. Wer den Mut dazu hat, schafft Abstand zu sich selbst und dann beginnt das wahre Reflektieren – und es kommen vielleicht ein paar Fragen hoch – z.B.
  • Wie viel Glück durch Verbindung spüre ich im Leben und wie kann ich mich noch mehr dafür öffnen?
  • Welche Wunden möchten geheilt werden und wo bin ich aufgerufen, mir und anderen zu vergeben?
  • Wo habe ich mich aufgegeben bzw. lebe mein Leben nicht voll? Wo fehlt Freude und Begeisterung?
  • wer bin ich? – hier empfehle ich, keine mentale Antwort zu suchen, sondern den Raum zu spüren, der sich bei dieser Frage öffnet
Wer dies liebevoll und mitfühlend in sich wirken lässt, der findet vielleicht in der Stille ein paar leise Antworten, für die es in der täglichen Geschäftigkeit einfach keinen Raum gibt. Ich wünsche uns allen den Mut, sich diese Zeit zu nehmen und Neues zu gebären – neues Licht im Leben zu erlauben

Das Leben genießen….

Dieser wunderbare Sommer lädt uns alle dazu ein, aus den Sorgen und Nöten des Alltags einmal auszusteigen und das pralle Leben, die Wärme, das Licht, die Vielfalt des Lebendigen und die blühende Natur mit offenen Augen zu bestaunen und zu genießen. Fülle entsteht durch wertungsfreies Gewahrsein für alles, was im Augenblick da ist; die Fähigkeit zu fühlen und mit allen Sinnen ganz wach da zu sein, steht dabei im Vordergrund. Es geht darum, sich nicht immer ablenken zu lassen von unserem Denken und hinein zu tauchen in die Wahrnehmung der Fülle dessen, was ist. Wozu sind wir denn hier, wenn nicht dazu, das Leben in vollen Zügen zu genießen und dann diese Fülle mit anderen zu teilen? Die kleinen Kinder und alle Geschöpfe der Natur machen das ganz von selbst. Vielleicht können wir ja sogar einmal alle Konzepte von dem, wie wir uns einen wunderbaren Urlaub, Spätsommer und beginnenden Herbst vorstellen, hinter uns lassen; sich diesmal überraschen lassen vom Leben, etwas Ungewöhnliches beginnen oder uns treiben lassen vom „zufälligen“ Ablauf der Tage… Unsere Sorgen werden uns früh genug wieder in Besitz nehmen wollen – ich wünsche uns allen eine gute Pause und dann einen bewussten, leichten Neuanfang.

Sprung in den Frühling

Der Frühling kommt und jeder kann sehen, dass die Natur ihre Kraft in Fülle ausströmen will, um alles neu wachsen und blühen zu lassen. Und das geht ganz von allein – das einzig Notwendige: die alte Schöpfung loszulassen, sie der Erde zu übergeben: Frei zu sein für das Neue! Und wie ist das bei uns? Sind wir dabei, unsere geballte Kraft in Fülle in unsere wichtigsten Vorhaben fließen zu lassen? Wagen wir überhaupt, diese klar zu benennen, unseren Geist auszurichten und loszulegen? Auch bei uns würde die Kraft von selbst fließen, wenn wir nicht die Kanäle verstopft oder zugemacht hätten: mit negativen Erfahrungen, Einstellungen und Verlusten, die noch an uns nagen…. Da ist eine Frühjahrskur nötig, zu der wir jetzt aufgerufen sind, wenn das Jahr uns Ernte in Fülle bescheren soll…. In diesem Sinne laden wir herzlich ein zu den Samstagseminaren: am 24. März in Niederbayern mit dem Thema „Freude und Abenteuer leben“ und am 14. April in München mit dem Thema „Ängste und Sorgen sein lassen“

Zeit für Reflektion und Stille

Die Natur lässt jetzt die Dinge los, macht eine Pause mit Tun – sie besinnt sich auf sich selbst, sammelt ihre Kraft im Inneren, um sich wieder neu im Außen zeigen zu können. Vielleicht sollten auch wir die Gelegenheit wahrnehmen, einmal Ruhe zu geben vom Tun und Zeit für Besinnung und Reflektion zu erlauben. Das allein ist oft schon ein großer Kraftakt, da unser Leben so voll von Anforderungen, Terminen und Verpflichtungen ist… Das Leben treibt uns oft vor sich her, das Tempo von Veränderung wird immer schneller und dann werden wir normalerweise schneller und aktiver statt uns zurück zu nehmen. Körper und Geist benötigen aber den Raum von Stille, um Kraft aus tieferen Quellen zu tanken und sich neu auszurichten. Wir können aufhören weiter zu laufen. Wer den Mut dazu hat, schafft Abstand zu sich selbst und dann beginnt das wahre Reflektieren – und es kommen vielleicht ein paar Fragen hoch – z.B.
  • Wie viel Glück durch Verbindung spüre ich im Leben und wie kann ich mich noch mehr dafür öffnen?
  • Welche Wunden möchten geheilt werden und wo bin ich aufgerufen, mir und anderen zu vergeben?
  • Wo habe ich mich aufgegeben bzw. lebe mein Leben nicht voll? Wo fehlt Freude und Begeisterung?
  • wer bin ich? – hier empfehle ich, keine mentale Antwort zu suchen, sondern den Raum zu spüren, der sich bei dieser Frage öffnet
Wer dies liebevoll und mitfühlend in sich wirken lässt, der findet vielleicht in der Stille ein paar leise Antworten, für die es in der täglichen Geschäftigkeit einfach keinen Raum gibt. Ich wünsche uns allen den Mut, sich diese Zeit zu nehmen und Neues zu gebären – neues Licht im Leben zu erlauben    

Was tun in bewegten Zeiten?

Ganz schön was los, in der Welt dieser Tage –  haben wir nicht das Gefühl einer großen, weltweiten „Rolle rückwärts“ in vielerlei Hinsicht? Viele fühlen sich als Verlierer des Wirtschaftswachstums, haben Zukunftsängste und fühlen sich nur schwer in der Lage, mit der Geschwindigkeit der Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft Schritt zu halten. Sie haben sich nach Rückwärts gedreht und dort Halt gesucht. In den Industienationen bemühen sich Autokraten und Populisten, die ersten Pflänzchen einer  Kultur von Verbundenheit, der Freiheit und des „füreinander Sorgens“ zu zertreten, und die  Egomanie – „Ich zuerst“ – als Handlungsmaxime wieder neu zu etablieren. Wie geht es weiter mit der Kultur von Verbindung  in unserem eigenen Leben, in  Deutschland, Europa und der Welt? In dieser Zeit, in der das Gefühl des Zusammenbruchs unserer Werte überall sichtbar wird, suchen wir Orientierung. Ich denke, dass der „Blick zurück“ durch die Ängste verursacht wird, die dadurch ausgelöst werden, dass wir noch keine gangbaren, die Menschen überzeugenden Wege gefunden haben, eine gemeinsame, lebenswerte Zukunftsperspektive für uns und alle zu entwickeln. Diese Wege wird es vermutlich erst dann geben, wenn sich unser Bewusstsein nachhaltig verändert, wenn eine große Zahl von Menschen bereit ist, sich „vom Ich zum Wir“ auf allen Ebenen zu verändern und persönliche Verantwortung übernimmt
  • Für den Frieden mit sich, seinem Schicksal und den Anderen.
  • Für die Entwicklung der eigenen Liebesfähigkeit zu allen Menschen und zur gesamten Schöpfung.
  • Für die Freiheit und den Mut, die eigenen Talente zu entwickeln – trotz alledem!
  • Für den Mut, ständig neu dem Leben zu vertrauen und immer wieder nach neuen Wegen und Perspektiven zu suchen – was auch immer geschieht.
  • Für den Mut, sich auf den anderen und die Gemeinschaft ständig neu einzulassen und sich selbst mit seinen persönlichen Befindlichkeiten zurückzunehmen
  • Für ein Bewusstsein, dass über die „gefühlte Wirklichkeit“ hinausgeht, fest in der Stille verankert ist und daraus die Lebensimpulse erhält – also im „Flow Gottes“ lebt
Wir können in unserem Leben ein Beispiel für diesen Bewusstseinssprung setzen – und dann ist es gut gelungen. Nur das  persönliche Beispiel wird vielen neue Perspektiven eröffnen – die Entwicklung der Zukunft überlassen wir dann dem Himmel: der kann es besser.

Frei sein wo immer Du bist

Das höchste Gut von uns Menschen ist das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung. In jahrhundertelangen Freiheitskämpfen haben viele für dieses Ziel sogar ihr Leben geopfert – und tun es in Teilen der Welt heute noch. Bei uns ist diese äußere Freiheit heute weitgehend selbstverständlich. Aber es gibt eine neue Sklaverei, die wir uns immer mehr selbst erschaffen: Die Sklaverei unserer Gedanken. Die Weltgesundheitsorganisation stellt fest, dass Stress die größte gesundheitliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts geworden ist. Frei sein ist damit mehr und mehr ein frei sein von innerem und äußerem Stress. Woher kommt der Stress? Jeder Stress kommt aus der Vergangenheit. Er resultiert aus verletzenden Erfahrungen und inneren Bildern, an denen wir festhalten. Das unbewältigte „Alte“ drückt auf die Gegenwart  mit Ängsten und Sorgen: die „Realität“, wird dann aus dem Filter der alten Erfahrungen wahrgenommen. Damit  ist auch die Zukunft nicht frei: aus den Erfahrungen der Vergangenheit ist siegefüllt mit Hoffnung und Angst (dass es nicht funktioniert bzw, wir den Herausforderungen nicht gewachsen sind). Dieses System erzeugt natürlich Stress. Darüber hinaus stecken wir in vielen unbewussten Rollen und „Aufträgen“, die wir erfüllen müssen, um uns selbst annehmen zu können: „sei stark, perfekt, mach schneller, streng Dich mehr an, erfülle alle Erwartungen“. Früher oder später führen uns diese Gedanken und Überzeugungen zu erheblichem inneren Stress und oft auch an die Grenze unserer Leistungsfähigkeit bzw. zum burnout. Wir sind im Gefängnis unserer inneren Gedankensysteme eingesperrt. Schlaf und Beziehungen funktionieren irgendwann nicht mehr richtig, das Erfolgsgefühl schwindet und alles führt zu mehr Druck. Und: wir nehmen uns selbst als dieses Gefängnis wahr – das bin „Ich“  – meine Gedanken. Dann gibt es keinen Ausweg mehr… Dies wird durch die äußeren Anforderungen unserer Zeit sehr verstärkt. Hier werden drei Faktoren genannt:
  1. Druck – Zeitdruck, Erfolgsdruck, finanzieller Druck, Beziehungsdruck
  2. Zunehmende Beschleunigung und Geschwindigkeit des Lebens
  3. Ständig zunehmende Komplexität
Wie kann man unter diesen Umständen die vollkommene Freiheit erlangen – das ist die Herausforderung unserer Zeit. Es geht also darum, frei zu sein von
  1. der Vergangenheit, meinen Erfahrungen und inneren Bildern
  2. den eigenen Überzeugungen und Glaubenssätzen über meine Rollen und „Aufträge“
  3. meinen Urteilen über mich und andere, auch über die Welt und meine Ziele für Erfolg
  4. von dem, was ich für mich selbst halte: meine Gedanken, Gefühlen, der Persönlichkeit – dem jedenfalls kein eigenes „Ich“ geben – sie sind nicht so „persönlich“, wie ich denke…
  5. der Bewertung meines Schicksals, meiner Kindheit, Elternhaus und persönlichen Disposition
  6. den Erwartungen von mir und anderen an mich selbst…
um nur einige Bereiche zu nennen. Es geht darum, von mir selbst frei zu sein und nicht mehr so sehr von anderen. Das ist die neue Freiheit unserer Zeit. Kommen wir dieser Freiheit näher, dann geht es im Leben mehr um ein Spielen mit dem unendlichen Potential der Möglichkeiten des Augenblicks, die bisher  durch meine eigenen Denk- und Erfolgssysteme verschlossen sind. Machen wir uns auf, dieser inneren Freiheit jeden Tag etwas näher zu kommen! Zur Meisterschaft führt dieser Weg dann, wenn wir uns der Frage stellen: „Wie kann ich die unendliche Freiheit erlangen, wenn die 4 großen Berge auf mich zukommen: Geburt – Tod – Krankheit – Alter“? In diesem Sinne freue ich mich auf ein Jahr der Freiheit von allen Dingen und der Öffnung und des Empfangens für viele neue Möglichkeiten